Samstag, 7. Dezember 2013

Wie man die Adventszeit verbringt, wenn man sich ganz sicher ist, dass auf gar keinen Fall Adventszeit sein kann

Fröhlichen Nikolaus!
Bevor ich jetzt lange unterwegs und auf Reisen bin und ihr wochenlang nichts von mir hört noch ein Beitrag über die gesamte letzte Woche.

Freitags sind Corinna und Joadan aus Shigala, ihrem kleinen Dorf, angereist um Joadans 19. Geburtstag mit uns zu feiern. Nach langem hin und her sind wir in die Tunza-Lodge, direkt am Viktoriasee mit Sandstrand, gefahren und haben dort Geschenke und Kuchen überreicht. Tansania wäre aber nicht Tansania, wenn es nicht genau 2 Minuten nach unserer Ankunft so angefangen hätte zu schütten, dass wir obwohl wir von unserem Zelt zum Haupthaus nur 2m brauchten klitschnass waren. Zum Glück hat das unseren Stimmung nicht getrübt und wir haben den Regen einfach weggelacht. Es war auch mal nett, einfach zusammenzusitzen und nichts besonderes zu tun als Zeit miteinader zu verbringen.
Ich bin froh, dass du da bist. Von Corinna an Joadan.
Endlich 19!
Auch Jamin und ich dürfen ein Bild mit dem Kuchen machen. Super.
Aber wir  würden ihn viel lieber essen...
Sonnenuntergang genießen.
Strandgefühle.
UUUUh, Päckchen öffnen!
 
Samstag und Sonntag wollten auch wir endlich mal langsam in Weihnachtsstimmungen kommen und sind zum Christmas Crafts Fair gegangen. Vom Yacht Club Mwanza organisiert können lokale NGOs hier ihre Produkte für einen guten Zweck verkaufen. So haben wir unter anderem Weihnachtskerzen, Stofftiere für Daheimgebliebene, Taschen und Schmuck gekauft. Den Nachmittag wurden wir von Leo eingeladen doch nochmal eine Runde auf dem See mit seinem Boot zu fahren. Doch auch mit Weihnachtsliedern und -mützen, ich glaube wirklich, dass meine Weihnachtsgefühle dieses Jahr aussetzen werden.
Fischer auf dem Viktoriasee.
Übrigens ist das Krokodil immer noch irgendwo da, wartet auf uns, im dunklen Tief...
Kuchen und Kaffee - Weihnachtskränzchen.
Stände auf dem Markt.
Fischen im Winterlook.
Leonie & Tamara.
Die Weihnachtswichelt greifen an!
Panorama
Der Weihnachtsmann war auch da. Zumindest fast...

Bootstour am späten Nachmittag.
Bilharziose? Kein Ding für den King...
Leo und sein ganzer Stolz.
Joadan und Leonie, sehr weihnachtlich.
Corinna und Rock City.
Den Sonntag waren wir dann gemeinsam mit Corinna und Joadan in der NCLC Mwanza. Es war schön, den ersten Adventssonntag mal wieder in die Kirche zu gehen und vorallem, etwas zu verstehen. Der Gottesdienst ist auf englisch und kiswahili, sodass ich sogar weiterhin Lernen konnte. Schön war auch die Taufe im Pool gegen Ende.
Abends haben wir dann noch im Yachtclub Hühnchen Tikka gekocht und das Gewitter überm See betrachtet.
Im Daladala Richtung Kirche.
Nach der Kirche, mit See im Hintergrund.
Eine richtige Taufe.
Gewitter!
Kochen unter freiem Himmel.
 Die Woche über haben wir weiter unser Training zu Monitoring & Evaluation gehabt und sind jetzt gegen Ende dazu übergangen unser neu erlerntes Wissen auf den 5-Jahres-Plan von Amani für 2014-2018 zu übertragen. Zwischendurch unterbrochen von Platzregen, Diskussionen über die Schreibweise von Cholera (nicht Chorela) und anderen Kleinkrams im Englischen sind Tamara und ich ein bisschen eingegangen. Denn die Hälfte der Zeit sprechen die anderen Staffmitglieder natürlich Kiswahili und wir hängen eben doch ziemlich hinterher mit unserem Verständnis. Trotzdem versuchen wir uns immer wieder einzubringen, so gut es eben möglich ist, aber nach 6 Stunden konzentriertem Zuhören platzt uns dann doch der Kopf.

vlnr: Mgana (+Felix), Lehrerin, Eusebia, Cargiver, und Hasna, Social Worker.
Gruppendiskussion.
Sono erklärt uns via Powerpoint was wir ab nächstem Jahr tun müssen.
John, Finanzmanager und der Mzee, Nachtwächter.
 
Damit wir aber eben nicht explodieren, haben wir am Dienstag endlich den Ort ausgetestet, der einem Freibad hier am nächsten kommt. Gemeinsam mit Leonie, Corinna und Tamara habe ich (wir haben es schon seit der 2. Woche die wir hier sind vor!) mich zur Isamilo International School begeben und den dortigen Pool ausgetestet. Für 15€ kann man sich dort eine Monatskarte holen, was sich aufgrund unserer anstehenden Ferien nicht wirklich lohnt, aber vielleicht werden wir das im Februar mal austesten. Diesen Preis würde man in Deutschland übrigens für ein 100x50 Becken niemals zahlen, aber wenn man eben doch mal eine nasse Abkühlung möchte, ist das immer noch der billigste Ort dafür in Mwanza. Neben dem See, der bilharzioseverseucht ist. Ein Dilemma!
Corinna und ich - und Leonies Bein!
vlnr: Tamara, ich, Corinna und Leonie.
Trotz allem gibt es Traditionen, die auch hier von uns bei 30°C fortgeführt werden.
Am Abend haben wir mit Corinna Plätzchen gebacken. Dank Mariah Carey und Dunkelheit konnte man zumindest kurzzeitig Adventszeitstimmung wahrnehmen, aber da unsere Plätzchen dann leider alles andere als Plätzchen geworden sind (Cräcker trifft es eher) war auch das wieder schnell vorbei.
Kuchenteig ausrollen und Förmchen ausstechen.
Neben Schneemann und Sternen findet man auch den Osterhasen.
Wir sind halt ein bisschen spät dran. Oder zu früh?
Ausstechen. Eine Kunst, die gelernt sein will.
Den letzten Abend vor unserem letzten offiziellen Arbeitstag 2013 (wahrscheinlich werden wir trotzdem nach unserem ersten Trip jeden Tag was mit den Mädels vom Center machen) haben Nils, Tamara und ich bei Paul (der für 3 Monate als Praktikant in einer Mehlfabrik hier ist)mit einem Film abgeschlossen. Vorher haben wir aber noch gemützlich Chicken'n'Chips als Takeaway auf der Ladefläche "seines" Pickups gegessen. 

 
Last but noch least noch ein Nachtrag vom November:
Ich habe das erste Brot gebacken ! Sonnenblumenbrot ! LECKER!!! Danke an Michi & Papa für ihre Unterstützung dabei ;)