Samstag, 26. April 2014

26.04.2014 - Union Day - Uhuru na Umoja

Herzlichen Glückwunsch, Tansania !
50 Jahre gibt es dich nun schon als Union zwischen dem Festland Tanganjika und den Inseln Sansibars.Ich darf seit 8 Monaten an allem, was du so zu bieten hast teilnehmen und bin unendlich froh, hier zu sein. 

Zur Feier des Tages hier die Nationalhymne Tansanias, der ersten Hymne, die sich zuerst auf Afrika und dann auf den eigentlichen Staat bezieht. (Übersetzung und mehr)

Mungu ibariki Africa
Wabariki Viongozi wake
Hekima Umoja na
Amani Hizi ni ngao zetu
Afrika na watu wake.

Ibariki Afrika
Ibariki Afrika
Tubariki watoto wa Afrika.

Mungu ibariki Tanzania
Dumisha uhuru na Umoja
Wake kwa Waume na Watoto
Mungu Ibariki Tanzania na watu wake
Ibariki Tanzania
Ibariki Tanzania
Tubariki watoto wa Tanzania


Aber wo genau verbringe ich eigentlich meinen Freiwilligendienst? Was ist das für ein Land, wo bleiben eigentlich endlich, endlich nach dem ganzen subjektiv geprägtem Gefühlsdusel die harten Zahlen und Fakten?
Das Netzwerk Afrika Deutschland hat sie hier für euch zusammengestellt.



Ich schließe diesen Beitrag dann mit dem Wahlspruch auf dem Wappen Tansanias in der Hoffnung, dass er überall auf der Welt wahrwerden möge

Uhuru na Umoja - Freiheit und Einheit.



PS: Gestern war übrigens Welt-Malaria-Tag, einer Krankheit mit der die Menschen hier tagtäglich konfrontiert sind. Ein guter Zeitpunkt, vielleicht ein paar Sozialprojekte zur Bekämpfung der Krankheit zu unterstützen.

Freitag, 25. April 2014

Mwezi wa Tatu/März Arbeit

Da bin ich wieder, diesmal ein paar Eindrücke aus dem März im Gepäck.

Der März war ein Monat des Besuchs, zuerst waren Astrid und Paula da, zwei andere Freiwillige aus Iringa. Die beiden haben uns außerdem ebenfalls bei der Arbeitet begleitet und wunderbare Bilder von unseren Kiddies gemacht, die ich euch einfach nicht vorenthalten kann. 
vlnr Tamara, Luca & Teddy
So viele Bleistifte wie unsere Kinder kaputt machen, so viel kann man gar nicht anspitzen.
Steven & Eliwaza.
Loreen & Perazia.
Activity Day - Entengang.
Feuer, Wasser, Luft - wer zuletzt die Wand berührt, verliert.
Über's Seil, unter's Seil, auf'm Seil, mit'm Seil. 
Rebekka zeigt ihre Radschlagkünste.
Yahaya & Patrick.
Lesen üben und Dinge richtig bennen ist ebenso wichtig wie
Buchstaben schreiben können.
Regina.
Helen, Klassenclown und selbsternannte Ersatzlehrerin,
wenn es mal Streit gibt.
Es gibt eigentlich gar nicht zu viel zur Arbeit in der Vorschule zu sagen, aber ich dachte mir, dass ihr vielleicht Mal die Gesichter der Kinder sehen wollt, die ich Tag für Tag betreue, verhätschele, knuddele, ausschimpfe, bewundere, unterrichte und von denen ich lerne. Jedes Einzelne für sich ist echt der Wahnsinn, aber als Masse gehen sie uns auch schnell auf den Keks. Zum Glück lieben sie es zu Tanzen und zu Singen und wenn es dann doch zu laut wird und eigentlich nur wieder der Stock als Drohung helfen könnte, bilden wir meist einen Kreis und tanzen und singen. Davon muss ich unbedingt mal ein Video machen...
Nach dem Uji sind wir dazu übergegangen nochmals ein Lied zu singen, sodass wir einen gemeinsamen Abschuss haben:
Sasa, sasa. Saa ya kwenda kwetu. Kwaheri mwalimu, kwaheri mwalimu. Tutaonana kesho.(Jetzt ist es soweit, Zeit nach Hause zu gehen. Auf Wiedersehen, Lehrer_in, wir sehen uns morgen)
Kommen wir zu den Mädels. Im März haben wir gemeinsam Filme geguckt, getanzt (Macarena!), Ball gespielt, Haare geflochten und und und. Aber das Highlight war eindeutig unsere Übernachtung im Center!
Die Mädels waren so aufgeregt wie noch nie, haben uns jeden Tag gefragt, ob es schon endlich so weit ist und wir auch wirklich kommen und was wir machen werden. Wir haben getanzt, Kartentricks gezeigt, wir sind Seil gesprungen und vieles mehr. Abends haben wir gemeinsam gekocht (Spaghetti mit Tomatensoße und Gemüse), gespielt und einen Film geschaut.
Tamara, überfordert mit den Nudeln.
Anna.
Zainabu flechtet Mama Eusebia die Haare.
Tanzen und verkleiden. 

Außerdem haben wir Nils in seinem Projekt  besucht und gemeinsam am Activity Day seiner Klasse teilgenommen. Es war sehr spannend, einmal zu sehen, was Nils eigentlich jeden Tag macht und vorallem einen Einblick in die Arbeit mit Schüler_innen mit Behinderung in Tansania zu bekommen. Endlich Nils' Kolleg_innen und Schüler_innen kennen zu lernen, von denen wir schon so viel gehört hatten und auch mit einbezogen zu werden war wirklich ein schönes Erlebnis.
Musik machen mit Rasseln, Trommeln, Händen, Füßen, Xylophonen und mehr.

vlnr: Ramadhan, Nils, Shida, Charles, Onesmo, Tamara, Sarafina & Isack

vlnr: Abdhul, Sarafina, ich & Shida.
Don't move the limbo bar !
Eine lange Schlange - jede_r will mal drankommen.
Ein bisschen geschummelt, aber immerhin durchgekommen.
Und alle unters Tuuuuuch.
Die Special Needs Section der Schule macht alle anderen Schüler_innen
neidisch und ist nicht selten Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Bevor 2 Wochen Ferien sind gab es noch für die Klasse einen Ausflug zur Tunza Lodge, einem Strand direkt am Viktoriasee, zu dem Tamara und ich direkt ebenfalls eingeladen wurden.
Spielsachen in Hülle und Fülle.
Die drei von der Tankstelle. Tamara und ich mit unserer Vorgängerin Laura, die in
den Semesterferien zu Besuch war und sofort als unsere große Schwester adoptiert wurde..
Wasserspaß.
Gruppenfoto. Mwanza - ahu!
Familienbild ;)


Montag, 14. April 2014

MV Liemba

Das Ende naht!

Okay, nicht die Apokalypse, aber das Ende meines Reiseberichts für Januar. Ich meine, ist ja auch nur schon April...
Wie bereits erwähnt, waren wir in Mpulungu, aber nicht einfach nur um dort Urlaub zu machen und weil es dort so schön ist und wir dort andere Freiwillige kennen, sondern vorallem weil es der einzige Hafen Sambias ist und dort die MV Liemba anlegt, mit der wir wieder gen Norden nach Tansania schippern wollten.

Nach Nils' Meinung braucht Tamara viel zu lang,
bis sie mit einem Bild endlich zufrieden ist.
Suchbild: Findet mich auf der Liemba.
Mit einem Tag Verspätung trudelte das Dampfschiff ein und wurde den ganzen Tag über beladen. Was ein buntes Treiben am Hafen ! Ich glaube, ich habe noch nie so viel Äpfel und Ananas gekauft und gegessen wie in diesen Tagen. Abends, kurz vor Dämmerung ging es dann los. Immer auf der östlichen Seite des Sees, im Westen sah man also nur die Berge des Kongos. Haha, nur? Ne,ne,ne Freunde. Die untergehende Sonne im Kongo, während man mitten auf dem Wasser dahinschippert..
"Joho und ne Buddel voll Rum"
Professionelle Wettereinschätzungen unsererseits. Sieht nach Regen aus.
Für knapp drei Tage haben wir also unsere Zeit auf dem Schiff verbracht, den Menschen beim Be- und Entladen zugesehen, geschaut, wie sie mit ihren Booten vom Festland kommen und Ware anbieten, wie sie Passagiere bringen und holen und das schöne Wetter genießen.
Schiffsalltag.
Nächtliche Be- und Entladeaktion.
Auch des tags nimmt das Handeln kein Ende.
Hobbyfotografen am Werk. In Schwarzweiß sieht doch alles direkt
viel älter aus.
Außer zu Beobachten haben wir uns noch mit den anderen Menschen an Bord unterhalten, so zum Beispiel neben der gesamten Schiffscrew und Handelnsvertretern einem deutschen Ehepaar auf Ostafrikareise, 3 Chilenen, die innerhalb von 7 Wochen 15Länder machen wollten und einem Mexikaner, der 5 Jahre in Berlin gewohnt hat. Und eben diesen Mexikaner, Josef, hatten wir nur wenige Tage VOR unserem Liembatrip getroffen ! Er war zur selben Zeit wie wir bei den Kalambofalls und hat auch das Foto von uns von der Tansaniaseite geschossen. :)
Gemeinsam haben wir uns auf dem Dach der Liemba gesonnt und sind sogar davon ins Wasser runtergesprungen. Apropos Wasser... Alle Bilder hier auf diesem Blog sind unbearbeitet (bis auf einige in Schwarzweiß) und das Wasser das Tanganjikasees ist wirklich genau so blau, wie es auf den Bildern aussieht. Unfassbar, wenn man taucht und unter sich schaut und das Gefühl hat in einen Farbtopf gefallen zu sein.
Tamara springt ins kühle Nass.
An der Strickleiter wieder hinauf. Und ja, wir waren das Highlight aller Passagiere.
Tamara und Nacho (Chilene) betrachten mich (man sieht nur die Hand) wie ich
erkläre, dass ich absolut nicht in der Lage bin, die Äpfel aus der Kabine zu holen.
Im Gang Musik hören und lesen.
Unterwasser im Lake Tanganjika.
Hat schon ein bisschen was von so einer Handywerbung oder so
Nils und ich beim Herunterspringen.
Der Kapitän war sehr nett und hat uns nicht nur vom Schiff springen lassen während diverser Halts sondern hat uns auch die Maschinenräume und sein Allerheiligstes, die Brücke, gezeigt und ich durfte sogar das Steuer anfassen (leider nicht bewegen, hihi). Die Tage flogen nur so dahin, sodass wir am letzten Abend kurz vor Kigoma, der Endhaltestelle in Tansania, es gar nicht fassen konnten, dass unser Trip mit der Liemba, aber auch unser ganzer Urlaub schon zuende sein sollte.
Sonnenuntergang am letzten Abend
Kommandozentrale.
In Kigoma sind wir am nächsten Morgen um 6Uhr geradezu gestrandet, denn wir hatten eigentlich gehofft, noch den Bus nach Mwanza zu erwischen. Leider war das nicht mehr möglich und so verbrachten wir noch einen Tag dort und ließen es uns ein letztes Mal richtig gutgehen, bevor wir die nächste Horrorfahrt unseres Lebens antreten sollten. Die Strecke Kigoma-Mwanza ist nur auf den letzten Kilometern geteert und besteht vorher laut Staat aus Sandstraße mit Löchern, meiner Meinung nach aber aus Löchern mit Zwischendurch ein wenig Sand. Wir haben uns alle fast übergeben, weil uns so übel wurde. Um aber dieses Bild aus euren Köpfen zu löschen hier zwei Bilder aus Kigoma vom unserem super Frühstück.
Wenn es euch bisher noch nicht klar geworden ist und ihr noch nicht nachvollziehen könnt, warum ich gerne noch viel, viel länger hier bleiben will, obwohl ich euch alle so vermisse:

14 Gründe, warum man Ostafrika einfach lieben muss.