Montag, 14. April 2014

MV Liemba

Das Ende naht!

Okay, nicht die Apokalypse, aber das Ende meines Reiseberichts für Januar. Ich meine, ist ja auch nur schon April...
Wie bereits erwähnt, waren wir in Mpulungu, aber nicht einfach nur um dort Urlaub zu machen und weil es dort so schön ist und wir dort andere Freiwillige kennen, sondern vorallem weil es der einzige Hafen Sambias ist und dort die MV Liemba anlegt, mit der wir wieder gen Norden nach Tansania schippern wollten.

Nach Nils' Meinung braucht Tamara viel zu lang,
bis sie mit einem Bild endlich zufrieden ist.
Suchbild: Findet mich auf der Liemba.
Mit einem Tag Verspätung trudelte das Dampfschiff ein und wurde den ganzen Tag über beladen. Was ein buntes Treiben am Hafen ! Ich glaube, ich habe noch nie so viel Äpfel und Ananas gekauft und gegessen wie in diesen Tagen. Abends, kurz vor Dämmerung ging es dann los. Immer auf der östlichen Seite des Sees, im Westen sah man also nur die Berge des Kongos. Haha, nur? Ne,ne,ne Freunde. Die untergehende Sonne im Kongo, während man mitten auf dem Wasser dahinschippert..
"Joho und ne Buddel voll Rum"
Professionelle Wettereinschätzungen unsererseits. Sieht nach Regen aus.
Für knapp drei Tage haben wir also unsere Zeit auf dem Schiff verbracht, den Menschen beim Be- und Entladen zugesehen, geschaut, wie sie mit ihren Booten vom Festland kommen und Ware anbieten, wie sie Passagiere bringen und holen und das schöne Wetter genießen.
Schiffsalltag.
Nächtliche Be- und Entladeaktion.
Auch des tags nimmt das Handeln kein Ende.
Hobbyfotografen am Werk. In Schwarzweiß sieht doch alles direkt
viel älter aus.
Außer zu Beobachten haben wir uns noch mit den anderen Menschen an Bord unterhalten, so zum Beispiel neben der gesamten Schiffscrew und Handelnsvertretern einem deutschen Ehepaar auf Ostafrikareise, 3 Chilenen, die innerhalb von 7 Wochen 15Länder machen wollten und einem Mexikaner, der 5 Jahre in Berlin gewohnt hat. Und eben diesen Mexikaner, Josef, hatten wir nur wenige Tage VOR unserem Liembatrip getroffen ! Er war zur selben Zeit wie wir bei den Kalambofalls und hat auch das Foto von uns von der Tansaniaseite geschossen. :)
Gemeinsam haben wir uns auf dem Dach der Liemba gesonnt und sind sogar davon ins Wasser runtergesprungen. Apropos Wasser... Alle Bilder hier auf diesem Blog sind unbearbeitet (bis auf einige in Schwarzweiß) und das Wasser das Tanganjikasees ist wirklich genau so blau, wie es auf den Bildern aussieht. Unfassbar, wenn man taucht und unter sich schaut und das Gefühl hat in einen Farbtopf gefallen zu sein.
Tamara springt ins kühle Nass.
An der Strickleiter wieder hinauf. Und ja, wir waren das Highlight aller Passagiere.
Tamara und Nacho (Chilene) betrachten mich (man sieht nur die Hand) wie ich
erkläre, dass ich absolut nicht in der Lage bin, die Äpfel aus der Kabine zu holen.
Im Gang Musik hören und lesen.
Unterwasser im Lake Tanganjika.
Hat schon ein bisschen was von so einer Handywerbung oder so
Nils und ich beim Herunterspringen.
Der Kapitän war sehr nett und hat uns nicht nur vom Schiff springen lassen während diverser Halts sondern hat uns auch die Maschinenräume und sein Allerheiligstes, die Brücke, gezeigt und ich durfte sogar das Steuer anfassen (leider nicht bewegen, hihi). Die Tage flogen nur so dahin, sodass wir am letzten Abend kurz vor Kigoma, der Endhaltestelle in Tansania, es gar nicht fassen konnten, dass unser Trip mit der Liemba, aber auch unser ganzer Urlaub schon zuende sein sollte.
Sonnenuntergang am letzten Abend
Kommandozentrale.
In Kigoma sind wir am nächsten Morgen um 6Uhr geradezu gestrandet, denn wir hatten eigentlich gehofft, noch den Bus nach Mwanza zu erwischen. Leider war das nicht mehr möglich und so verbrachten wir noch einen Tag dort und ließen es uns ein letztes Mal richtig gutgehen, bevor wir die nächste Horrorfahrt unseres Lebens antreten sollten. Die Strecke Kigoma-Mwanza ist nur auf den letzten Kilometern geteert und besteht vorher laut Staat aus Sandstraße mit Löchern, meiner Meinung nach aber aus Löchern mit Zwischendurch ein wenig Sand. Wir haben uns alle fast übergeben, weil uns so übel wurde. Um aber dieses Bild aus euren Köpfen zu löschen hier zwei Bilder aus Kigoma vom unserem super Frühstück.
Wenn es euch bisher noch nicht klar geworden ist und ihr noch nicht nachvollziehen könnt, warum ich gerne noch viel, viel länger hier bleiben will, obwohl ich euch alle so vermisse:

14 Gründe, warum man Ostafrika einfach lieben muss.