Mittwoch, 28. August 2013

Eine Woche voller... Lerntage

Am Dienstag hatten wir wieder Sprachunterricht und Nils und ich haben unseren Dialog fehlerfrei gehalten ! Ob ich dann in der Realität genauso reagieren kann, ist natürlich eine ganze andere Frage...
Die vier Iloganzalas mit Mama Salalah :)

Im Moment heißt es leider vorallem LERNEN LERNEN LERNEN, und zwar auswendig. Denn je besser wir die Sprache verstehen umso weniger Missverständnisse wird es hoffentlich geben. So wie dieses hier:
Beim Mittagessen fragte uns Nyamisi, ob wir abends vielleicht mal Fleisch essen wollen. Da ich neuerdings, rein zufällig natürlich, auf Fisch allergisch bin, fiel dieser schon mal weg. Lena rief dann geistesgegenwärtig "Hühnchen" in den Raum.
Nyamisi: Chicken?
Ich/Lena: Yeah,Chicken!
Nyamisi: Chicken... what is chicken?
 Ich (mit angewinkelten Armen rudernd à la Flügel): Chicken - Kuku!
Nyamisi: Aaah! Chicken! But ... Chicken?! To eat?
Ich/Lena: Yes!
Nyamisi: Chicken from the market?
Ich: Eehm... yes!
Nyamisi (mit den Armen rudernd): Real chicken? From the Market?
Ich/Lena/Tamara: NO!!! NO!!!

Denn das echte Hühnchen vom Markt hat einen kleinen, aber entscheidenden Nachteil: Es muss noch geschlachtet und gerupft werden ! Da keiner von uns Nyamisi bzw. sich selbst diese Aufgabe zumuten wollte, verwarfen wir die Idee schnell wieder.

Abends kam dann wie versprochen Sono mit Verstärkung, und zwar gleich dreifach: drei Fundi schauten sich erstmal in unserem 1m² Klo um, um dann gemeinsam festzustellen, dass das ja nicht ihr Aufgabengebiet ist, da etwas mit dem Wasser nicht stimmt und nicht etwa das Klo an sich kaputt ist.
Als ich dann einem der drei Handwerker noch die kaputte Steckdose in Lenas Zimmer zeigen wollten, standen plötzlich vier Männer in ihrer Bude und erfreuten sich an ihren Gummibärchen. Naja, 3/4 von ihnen, einem gefielen sie gar nicht und ich brachte ihm etwas zu trinken, damit ihm nicht zu schlecht wurde.
Da wir leider kein Werkzeug hatten, wurde Sono losgeschickt welches zu besorgen und die drei amüsierten sich prächtig, jedoch wurde es uns dann doch zu bunt und wir schleusten sie unauffällig ins Wohnzimmer.
Auf dem Weg dorthin lief uns unser Lieblingsäffchen Amani über den Weg, jedoch mit etwas großem im Maul: Einer riiiiesen Kakerlake! Er hat dann soviel mit ihr rumgespielt, dass ich kurzerhand mein Spinnenentfernungsteil genommen habe und mit ihm um die Wette gekämpft habe, wer die Kakerlake jetzt kriegt. Letztlich hat er sie dann aber gegessen, was aber ziemlich beruhigend ist, da wir so hoffentlich ansonsten keine zu Gesicht bekommen...