Wow, einfach nur wow. Kirche und Gottesdienst sind ganz anders hier.
Zuerst wurden wir Doktor Daniel Kulola vorgestellt, dem Pastor der EAGT Mwanza. Er war sehr nett, hat uns von seiner Reise nach Frankfurt berichtet und scheint auch eine ziemliche Persönlichkeit zu sein, denn er ist nicht nur der Sohn des Bischofs der für ganz Tansani verantwortlich ist sondern war wie gesagt schon in Europa und den USA zum predigen.
Er stellte uns Innocent zur Seite, der neben seiner Tätigkeit als Sozialarbeiter bei Compassion Tanzania für die Kirche die Jugendarbeit leitet und der uns alles übersetzte.
Die ersten zwei Stunden Gottesdienst bestanden vorallem aus singen und tanzen, wobei es einen Teil gab, bei dem alle sangen und tanzten und einen bei dem sozusagen Vorführungen gemacht wurden.
Es war sehr beeindruckend wie sehr die Menschen in ihrem Glauben und Gebet aufgehen. Die Kirche ist sehr gut besucht, es kommen wohl Leute sogar von sehr weit angereist, weil die EAGT so besonders ist, was bestimmt auch mit der Persönlichkeit Doktor Kulolas zusammenhängt.
Zu Beginn des Gottesdienstes wurden alle Besucher_innen nach vorne auf die Bühne gebeten und so fanden auch wir uns plötzlich vor ein Mikrofon gestellt.Wir erklärten dann, wer wir sind und netterweise übersetzte Pastor Kulola alles, was wir nicht auf Swahili sagen konnten. Wir wurden auch sonst sehr freundlich begrüßt und als wir dann leider schon nach einer halben Stunde des Hauptteils des Gottesdienstes gehen mussten, begleitete uns Innocent noch um uns, wie wir dachten, die Sonntagsschule mit den Kids zu zeigen.
Tja, falsch gedacht, wir wurden vor die Kinder gestellt und mit den Worten "These are your new teachers" angekündigt. Unsicher, ob wir nicht vielleicht doch ausversehen unsere Einsatzstelle falsch in Erinnerung hatten beschlossen wir also für zehn Minuten den Kindern eine Pause vom Unterricht zu gönnen und tanzten mit ihnen den Ententanz. Es war super witzig und hat zumindest mir wirklich Spaß gemacht, vorallem da die Kinder den Dreh sofort raus hatten.
Dann mussten wir auch weiter, denn eigentlich waren wir mit Anna verabredet, der Freundin von Max, dem Freiwilligen des letzten Jahres, die uns in den nächsten Wochen Insiderwissen und vorallem -orte von Mwanza nahebringen soll.
So ging es dann auch direkt mit dem Daladala los in Richtung eines ominösen "Malaika", welches uns als "very nice place" beschrieben wurde.
Die erste Überraschung war dann aber schon, dass der Daladala nicht direkt bis dorthin fahren würde, sondern wir mit Pikipikis den letzten Teil des Weges zurücklegen würden.
Ich muss sagen, genau genommen ist es super unsicher, weil wir weder Helm noch sonstigen Schutz tragen aber es hat mir SO VIEL Spaß gemacht. Vorallem, als der blauglitzernde Viktoriasee vor uns auftauchte...
| Die Haare im Wind flattern lassen.. |
| Ich hatte einen sehr guten Fahrer, ich habe mich sehr sicher gefühlt, er hat immer gefragt, ob alles okay ist und eher gebremst als dauernd sinnlos zu beschleunigen. :) |
| LAKE VICTORIA |
Leider kommt jetzt das, wo wahrscheinlich mindestens eine_r meiner
Verwandten sagen würde "War doch klar, dass IRGENDETWAS passiert", ich
habe mich beim Absteigen schön am Auspuff gerieben der natürlich nach
der 5km Fahrt glühend heiss war und als Ergebnis eine fette Brandblase
bekommen.
Aber zurück zum eigentlichen Ausflugsziel: Das Malaika stellt sich als Beach Resort der obersten Klasse heraus.Der Tag am Pool hat sich auf jeden Fall gelohnt, vorallem weil wir meine Unterwasserkamera austesten konnten. aber wir werden bestimmt nicht so oft dorthin fahren, da der Eintritt 9€ kostet und sich das einfach nicht lohnt.
| Poolgirls mit dem Viktoriasee im Hintergrund |
| Nisi und Luca, die Badenixen |
| Ausblick auf den Pool + den Viktoriasee |
| Die Unterkünfte vor Ort mit eigenem Wasserfall |
| Anna, die uns das Malaika gezeigt hat und Nils |
| mit Lena und Tamara |
| Wie es sich für ein Luxusresort gehört, gibt es auch eine Poolbar. |
| Der Strand. Es ist so frustrierend zu wissen, dass wir nie im See schwimmen gehen werden können, da die Gefahr von Bilharziose zu groß ist. |
Also, wenn ihr das hier alles gelesen habt, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen wie voll die Tage waren und warum ich nicht vorher geschrieben hab.