Leider habe ich jetzt nur sehr viel Text und keine Fotos, da das Ereignis über das ich schreibe keine angemessene Möglichkeit bot Fotos zu machen.
Ich hatte ja bereits von unserem Kirchenbesuch bei der EAGT geschrieben. Jedenfalls ist ihr Oberhaupt und Bischof Dr. Moses Kulola leider verstorben und sein Leichnam wurde nach Mwanza überführt, wo er auf dem Gelände der ersten EAGT-Kirche bestattet werden sollte. Durch unsere persönliche Connection zu seinem Sohn, dem hiesigen Pastor Dr. Daniel Kulola, wurden wir seit Sonntag (der Ankunft des Leichnams am Flughafen Mwanza )immer wieder zu verschiedenen Veranstaltungen im Gedenken an ihn eingeladen. Leider war es uns aber nicht möglich zu einer anderen als zur Beerdigung zu kommen. Diese war aber ein Spektakel ! Und wir -völlig underdressed und natürlich direkt iweder unangenehm aufgefallen. Aber pole, pole – alles von Anfang an.
Am Tag zuvor war Amani zu besuch, der uns mitteilte, dass die Beerdigung um 8Uhr ist. Für uns also klar, dass wir nicht hinkönnen, da wir um 10Uhr Sprachschule haben. Ah-ah-ah! 8Uhr tansanische Zeit – 14Uhr englische/deutsche Zeit ! Das ganze Missverständnis behob sich dann relativ schnell und wir gingen von der Sprachschule aus los. Natürlich in Hose und T-Shirt. Eigentlich ein No-Go für so etwas Feierliches wie eine Beerdigung, aber da es ein Massenereignis werden sollte und Mama Salalah uns nochmal bekräftigt, dass das „ja schon geht“ zogen wir los.
Dort angekommen hauten uns die Menschenmassen einfach um. So viele Menschen waren gekommen ! Als wir durch die Eingangskontrolle durch waren und uns erschöpft in den Schatten setzten plötzlich ein Raunen in der Menge und Blaulicht mit Martinshorn in der Ferne – der tansanische Präsident höchstpersönlich! Leider konnten wir als er winkend an uns vorbeigeführt wurde nur seine Hand und seine Haare sehen – aber immerhin.
Die EAGT ist nämlich eine der größten Freikirchen Tansanias und Moses Kulola ein staatsbekannter Bischof - der sogar von Amtsträgern aus Kenya und Uganda betrauert wurde.
Die erste Hälfte der Beerdigung verbrachten wir dann in der Kirche, die aber nicht die Feierlichkeiten beherbergte sondern lediglich zum Sitzen diente, da vom Vorplatz aus alles über ein Mikrofon übertragen wurde. Wir natürlich, um nicht aufzufallen, uns auf den Boden gesetzt. Plötzlich scheucht ein Sicherheitsbeamter die vorderste Reihe hoch und erklärt uns, dass wir uns setzen sollen. Das fanden wir vielleicht unangenehm, dass sich für uns Leute auf den Boden setzen müssen, die einen stärkeren Bezug zum Toten haben als wir. Also abgelehnt. Damit haben wir aber scheinbar die tansanische Ehre einiger Anwesender verletzt, die uns darüber aufklärten, dass der Gast über allem stehe. Diplomatisch bestätigten wir dann aber, dass der Platz doch sinnvollerweise für Ältere genutzt werden solle, wir hätten kein Problem damit, auf dem Boden zu sitzen. Nachdem Lena dann noch unsere Absicht erklärte, nicht einfach nur als Touristen „mal dabei zu sein“ sondern von unseremWunsch, Dr. Moses Kulola den letzten Respekt zu zeigen, schienen die Gemüter besänftigt.
Zum Glück hatten wir David, der uns noch von unserem letzten EAGT-Besuch kannte, und uns alles erklärte.
Als der Präsident sich verabschiedete und wir uns auch auf den Weg nach Hause machen wollten, rief uns Innocent an, dass es noch etwas zu Essen gäbe. Wir uns also mit ihm getroffen und was dann kam war mein bisher unangenehmstes Erlebnis in Tansania.
In unserer Gammel-Schulmontur wurden wir durch verschiedene Sicherheitsschleusen bis hin zu Dr. Daniel Kulola gebracht um ihm persönlich unser Beileid auszudrücken. Kein Problem, wenn wir nicht absolut unangebracht gekleidet gewesen wären. Es schien ihm wirklich etwas zu bedeuten, dass wir anwesend waren, aber es wäre jedem von uns lieber gewesen, wir hätten nicht ausgesehen, als hätten wir noch keine einzige Kulturstunde bei Mama Salalah gehabt.
Dann wurde auch bald schon das Buffet eröffnet und gefühlte tausend Menschen stellten sich an. Innocent brachte es jedoch fertig, uns in der Schlange vorzudrängen und plötzlich zog Daniel Kulola mich an der Hand vorbei an den Wartenden und wir bekamen vor vielen anderen unser Essen. In Deutschland hätte ich dieses Privileg ohne schlechtes Gewissen genossen, aber zu wissen, dass einige, deren einzige Mahlzeit am Tag dieses Traueressen ist, eventuelll nur noch puren Reis oder gar nichts bekommen, hat schon an mir genagt.
Leider war das einzige, was wir wirklich brauchten, Wasser, den es war ein wirklich heißer Tag und wir hatten schon mehrere Stunden in der Sonne ohne Trinken verbracht. Es war auch das Einzige, was auch die nächsten zwei Stunden nicht aufzutreiben war. Als wir die Beerdigung dann verließen, wollte Innocent uns wieder nur das Beste bieten und ließ uns erst etwa 1km weiter die eisgekühlten Getränke genießen.
Abends zu Hause waren wir dann ziemlich fertig und für mich begann schon der erste Krankheitstag, den ich leider am Donnerstag und am Freitag fortgeführt habe.
Am Tag zuvor war Amani zu besuch, der uns mitteilte, dass die Beerdigung um 8Uhr ist. Für uns also klar, dass wir nicht hinkönnen, da wir um 10Uhr Sprachschule haben. Ah-ah-ah! 8Uhr tansanische Zeit – 14Uhr englische/deutsche Zeit ! Das ganze Missverständnis behob sich dann relativ schnell und wir gingen von der Sprachschule aus los. Natürlich in Hose und T-Shirt. Eigentlich ein No-Go für so etwas Feierliches wie eine Beerdigung, aber da es ein Massenereignis werden sollte und Mama Salalah uns nochmal bekräftigt, dass das „ja schon geht“ zogen wir los.
| Ein Bild von Amani, wenn auch nicht auf der Beerdigung, zumindest um euch zu zeigen, von wem eigentlich da die Rede ist, wenn nicht die Katze Amani oder das Projekt Amani gemeint ist. |
Die EAGT ist nämlich eine der größten Freikirchen Tansanias und Moses Kulola ein staatsbekannter Bischof - der sogar von Amtsträgern aus Kenya und Uganda betrauert wurde.
Die erste Hälfte der Beerdigung verbrachten wir dann in der Kirche, die aber nicht die Feierlichkeiten beherbergte sondern lediglich zum Sitzen diente, da vom Vorplatz aus alles über ein Mikrofon übertragen wurde. Wir natürlich, um nicht aufzufallen, uns auf den Boden gesetzt. Plötzlich scheucht ein Sicherheitsbeamter die vorderste Reihe hoch und erklärt uns, dass wir uns setzen sollen. Das fanden wir vielleicht unangenehm, dass sich für uns Leute auf den Boden setzen müssen, die einen stärkeren Bezug zum Toten haben als wir. Also abgelehnt. Damit haben wir aber scheinbar die tansanische Ehre einiger Anwesender verletzt, die uns darüber aufklärten, dass der Gast über allem stehe. Diplomatisch bestätigten wir dann aber, dass der Platz doch sinnvollerweise für Ältere genutzt werden solle, wir hätten kein Problem damit, auf dem Boden zu sitzen. Nachdem Lena dann noch unsere Absicht erklärte, nicht einfach nur als Touristen „mal dabei zu sein“ sondern von unseremWunsch, Dr. Moses Kulola den letzten Respekt zu zeigen, schienen die Gemüter besänftigt.
Zum Glück hatten wir David, der uns noch von unserem letzten EAGT-Besuch kannte, und uns alles erklärte.
Als der Präsident sich verabschiedete und wir uns auch auf den Weg nach Hause machen wollten, rief uns Innocent an, dass es noch etwas zu Essen gäbe. Wir uns also mit ihm getroffen und was dann kam war mein bisher unangenehmstes Erlebnis in Tansania.
In unserer Gammel-Schulmontur wurden wir durch verschiedene Sicherheitsschleusen bis hin zu Dr. Daniel Kulola gebracht um ihm persönlich unser Beileid auszudrücken. Kein Problem, wenn wir nicht absolut unangebracht gekleidet gewesen wären. Es schien ihm wirklich etwas zu bedeuten, dass wir anwesend waren, aber es wäre jedem von uns lieber gewesen, wir hätten nicht ausgesehen, als hätten wir noch keine einzige Kulturstunde bei Mama Salalah gehabt.
Dann wurde auch bald schon das Buffet eröffnet und gefühlte tausend Menschen stellten sich an. Innocent brachte es jedoch fertig, uns in der Schlange vorzudrängen und plötzlich zog Daniel Kulola mich an der Hand vorbei an den Wartenden und wir bekamen vor vielen anderen unser Essen. In Deutschland hätte ich dieses Privileg ohne schlechtes Gewissen genossen, aber zu wissen, dass einige, deren einzige Mahlzeit am Tag dieses Traueressen ist, eventuelll nur noch puren Reis oder gar nichts bekommen, hat schon an mir genagt.
Leider war das einzige, was wir wirklich brauchten, Wasser, den es war ein wirklich heißer Tag und wir hatten schon mehrere Stunden in der Sonne ohne Trinken verbracht. Es war auch das Einzige, was auch die nächsten zwei Stunden nicht aufzutreiben war. Als wir die Beerdigung dann verließen, wollte Innocent uns wieder nur das Beste bieten und ließ uns erst etwa 1km weiter die eisgekühlten Getränke genießen.
Abends zu Hause waren wir dann ziemlich fertig und für mich begann schon der erste Krankheitstag, den ich leider am Donnerstag und am Freitag fortgeführt habe.
| Abendbeschäftigung der Katze Amani: Kakerlaken fangen, mit ihnen Spielen und sie dann tot für Vita liegen lassen. |