Samstag, 7. September 2013

Das tansanische Gesundheitssystem und ich

Wir machen schon die ganze Zeit Witz, dass ich mit 6 Clinicbesuchen, davon einen in der Nacht, in den ersten zwei Wochen alle Rekorde breche.
Wegen meines Beins war ich ja schon 3x beim Doktor und nachdem ich von Mittwoch auf Donnerstag nur noch Magenkrämpfe, keinen Schlaf und zu viel erbrochen hatte, ging ich während die anderen die Schulbank drückten und die Zahlen lernen mit Nyamisi zum Health-Centre der hiesigen Adventisten.
Ich steige noch nicht so ganz durch (wie denn auch), aber hier gibt es nicht einen Doktor mit seiner Praxis sondern meistens eine kleine Klinik, die neben verschiedenen Consultants auch eine eigene Station, ein Labor und eine kleine Apotheke beherbergt. Zum Glück sind eigentlich alle drei Meter welche, der Vorteil der Großstadt.
Ich also bei der Doktorin vorstellig geworden und bekam zwei kleine Döschen in die Hand gedrückt mit einem Zahnstocher. Ich verlinke einfach hier zu Lenas Artikel über dieses vorgehen, da sie es in so schöne Worte gefasst hat, wie ich es besser gar nicht kann.
Jedenfalls konnte ich leider keine Stuhlprobe abgeben, da ich seit mehr als 12 Stunde nichts mehr gegessen und bei mir behalten konnte, sodass mir die ratlose Ärztin einfach Schmerzmittel verschrieb.
Schön und gut, leider musste ich mich dann wieder übergeben jedoch war es schon dunkel. Das kennen wir so aus Deutschland nicht, aber hier ist es wirklich ab 19Uhr zappenduster und die Bürgersteige werden hochgeklappt. Eine Klinik zu finden ist da schon etwas schwieriger, sodass wir Sono anrufen mussten, der sich als großer Held beweisen konnte und uns alle zu einer anderen Klinik fuhr. (Wär mir nicht so übel, hätte ich bestimmt Witze á la Familienausflug gemacht).
Dort habe ich jetzt Antibiotika und noch etwas anderes verschrieben bekommen und mich bis heute nicht mehr übergeben. Aber auch keine Stuhlprobe abgeben können. Wir wissen also immer noch nicht, was ich habe, außer ebenfalls einer kleinen UTI, diemir heute nochmals diagnostiziert wurde.
Um euch abschließend nach diesen ganzen Krankheitssachen doch noch mit Fotos zu beglücken:

Meine Wunde. Sie heilt.
Endlich ein Bild von Nyamisi (ist sie nicht die Schönste?) mit Nils. Während ich im Bett
vor mich hingesiecht habe, hat sie den anderen beigerbacht wie man Schmutzwäsche sauber macht.