Sonntag, 29. September 2013

Jiwe kuu

Nachdem ich aufgrund meiner immer noch bestehenden Erkältung am Freitag nur gearbeitet habe und zur Sprachschule gegangen bin, beschlossen Tamara und ich, dass wir auch diesen Samstag wieder die Zeit nutzen und uns etwas von Mwanza ansehen sollten.
Vorher bekamen wir aber noch Besuch von unserer Schneiderin Vero, deren erster Auftrag von mir eine Tasche sowie ein Kleid ist. Sobald diese fertig sind, poste ich mal ein paar Bilder.
Danach sind wir in die Stadt, besuchten Mama Salalah und kauften Käse.
Da ich schon seit Wochen ein weiteres Treffen mit einem Tansaniaer aufgeschoben hatte, einfach weil ich keine Zeit hatte, beschlossen wir für Nachmittagsaktivitäten eben jenen Mandaga zu fragen, ob er uns nicht den Ort Jiwe Kuu (großer Stein) zeigen könnte, von denen uns von vielen Besucher_innen Mwanas vorgeschwärmt worden war.
Es ist etwa eine Stunde entspanntes Laufen von unserem Haus weg, der gesamte Weg sowie dieses riesige Steinmassiv am Berghang haben sich aber mehr als gelohnt.
Abends haben uns dann noch Leonie und Stephan besucht, die leider am anderen Ende der Stadt wohnen, aber ebenfalls ein Jahr in Mwanza nach dem Abitur einen Freiwilligendienst beim Tansanischen Roten Kreuz leisten werden.

Zuletzt noch die Bilder des Tages (auch hier gilt wieder: sie geben nichtmal annähernd die Schönheit der Realität wieder)
Unterwegs hatten wir echt Angst, dass es anfängt zu regnen, aber Mandaga beruhigte uns und behielt recht:
am Ende des Ausflugs zeigte sich sogar die Sonne wieder..
Mandaga und ich am Viktoriasee
Über Stock und über Stein
An jeder Biegung taucht irgendwo immer wieder der glitzernde
Viktoriasee auf.
Mwanza verdient eindeutig den Namen Rock City -
exemplarische Aussicht während des gesamten Aufstiegs.
Nur noch die letzte Kante, und...
...Jiwe Kuu Aussicht!
Wir saßen mindestens 20 Minuten sprachlos einfach nur da und haben genoßen



Da der Stein von der Sonne super erwärmt ist, lässt es sich dort außerdem gut schlafen.

Wenn man an diesem Ort ist, kann man eigentlich nicht glauben, dass irgendwo
auf dieser Welt jemandem sein Profit wichtiger als die Erhaltung der Natur ist.
 



Man lernt, Dinge verhältnismäßiger zu sehen