Sonntag, 15. September 2013

von der Shoppingqueen zur Schlachterin (TW: Blut/Totes Huhn)

Samstagmorgen gab es um 11Uhr bei der Sprachschule genau eine Überlebende: mich. Der Rest entschied sich dem tierlieben Angebot von Mama Salalah zu entsprechen und sich um den Kater zu kümmern bzw. entspannt in den Tag zu starten. Dennoch tauchte dann auch bald Tamara mit Sono auf, der mit uns einige Einrichtungsgegenstände kaufte.
Hier gibt es zwar kein Ikea, aber Möbel kaufen ist mir hier sehr viel wichtiger, da mein Zimmer zwar super ausgestattet es, aber den entscheidenen Nachteil hat: Ich habe mir meine Einrichtung nicht ausgesucht. Und je mehr ich das kann und selbst gestalte umso schneller und mehr fühle ich mich auch zu Hause.
Danach kam dann das schon seit Wochen angekündigte Chicken from the Market und Nils und ich waren live bei der Tötung und Ausnahem unseres Hühnchens dabei.
Ich muss sagen, ich hätte es mir sehr viel schlimmer vorgestellt, trotzdem war es ein komisches Gefühl, zu wissen, dass das Fleisch gerade noch ein Huhn war.
Der schrecklichste Teil war aber eigentlich vorher, als Hilde in unserer Küche lag und sich nicht bewegen konnte, da ihr die Beine gebrochen worden waren, damit sie nicht weglaufen konnte. Hier wird deutlich klar, es ist kein freilaufendes Huhn mehr sondern schon in der Nahrungsklasse aufgenommen.
Ich muss sagen, es hat sehr gut geschmeckt, auch wenn es kein aufgepumptes Antibiotikahuhn war und somit zäher und mit weniger Fleisch. Das einzig ungewöhnliche für mich war vorallem, dass Nyamisi ebenfalls Beine und Kopf mitkocht, etwas, was ich in diesem Jahr nicht über mich bringen werde zu essen. Aber die Katzen erfreut es und wenn es Nyamisi schmeckt und es nicht unnötig weggeschmissen wird ist auch gut.
Ich mit Hilde.

Kochen, rupfen, ausnehmen und sortieren.
Das Herz ist vergleichsweise klein. Krass, dass es so ein ganzes Huhn versorgt.