Dienstag, 22. Oktober 2013

Ukerewe

Nachdem wir schon 4 Wochen lang einen Ausflug geplant hatten und mein Gesundheitszustand sich Freitag weit genug erholt hatte und ich das offizielle Go meines Arztes hatte, sind Tamara und ich gemeinsam mit Edward und Sebastian nach Ukerewe gefahren. Die größte Binneninsel Afrikas ist etwa 3 Stunden mit der Fähre entfernt und bei den Locals als ruhige Oase, auf der man gut entspannen und Fahrrad fahren kann, bekannt. Und genau das haben wir dort auch gemacht. Es war so schön nach so langer Zeit wieder richtig Fahrrad zu fahren (obwohl ich schon wieder ein viel zu Kleines hatte, aber meine Größe ist und bleibt einfach nirgendswo Standard) und sich um nichts kümmern zu müssen. Eddie und Sebo haben mehr als sorgfältig auf mein Essverhalten geachtet und kamen immer wieder mit Getränken an, aus Angst, ich könnte wieder dehydriert und unterzuckert werden.
Untergebracht waren wir in einem kleinen, süßen Hotel in Nansio, dass viel mehr durch fließend warmes Wasser als durch den TV im Zimmer bei uns punktete.
Bis bald dann, Mwanza.

TROPENHUT! :D
Ankunft in Nansio.
Fahrradfahrausflug.
Zum Fahrradfahren darf man aussehen wie eine richtige deutsche Touristenkartoffel.
Sandwege = super Fahrradwege laut Tansania Tourist Office.
Seh' ich eher mit gemischten Gefühlen.
Viktoriasee
Wenn schon nicht im Wasser wegen der Bilharziose, dann wenigstens in der Sonne baden.
Oder Schattenbaden. Weil ärztlich verordnet.
Picknick.
Ich esse seit 1 Woche Bananen.
Sie schmecken mir zwar nicht, sind aber gesund. Alles was dabei zählt.





Direkt von der Staude
Mein Outfit - Modelreif.
Eddie auf der Suche nach Affen.
Ausblick von oben aufs Meer. Äh, den See.
Ukerewe ist einer dieser verwunschenen Märchenorte, bei denen man denkt, sie sind
absolut unberührt und sollten es immer bleiben.
Bei 35°C in knalliger Sonne sollte man besser entspannt schieben als fahren.
Die Abende entspannt am Strand ausklingen lassen.
(vlnr: Tamara, ich, Sebo & Eddie)

Dank der Aufschrift wisst ihr es nun auch: Ein Daladala.
SONNENBLUMEN!!!
Leben im Sozialismus - nichts wird weggeschmissen, alles wird
solange repariert bis es absolut Schrott ist und selbst dann noch irgendwie genutzt.
Tamaras selbsternannter zukünftiger Ehemann. Übrigens etwa Nummer 20. Oder so.
 Die Abende mit Gesprächen am See ausklingen zu lassen war mehr als entspannend und über die Gespräche lohnt es sich auf jeden Fall, bald nochmal einen Blogeintrag zu machen, wenn sie nicht so
momentgebunden wären.
Es ging vorallem um tansanische Identität gegenüber der afrikanischen. Die Menschen hier sprechen häufig von we in africa und here in africa während wir in den meisten Kontexten eher von Deutschland sprechen würden. Woher genau das kommt und wie es jetzt mit der Identität steht, werde ich in detektivischer Arbeit noch herausfinden und hoffentlich zumindest ein bisschen erklärbar machen. Soweit das bei so einem komplexen Thema überhaupt geht...