Samstag, 8. März 2014

Mwezi wa Pili/Februari - Alltag und Freizeit

Aus dem Urlaub zurück begrüßte uns was? Nein, keine Horde Kinder, keine frischen Blumen, keine Frühling sondern: Kakerlaken! Tausende von ihnen. Überall! Mit Insektenspray und ganz viel Gekreisch beseitigten wir die gröbsten Viecher, aber es war klar - der Kammerjäger muss her. Vorallem nachdem wir dann auch noch eine tote Maus von unserem erfolgreichem Jägerkater Amani kredenzt bekamen...
Ein MINIMUM der toten Kakterlaken, die wir beseitigt haben.
Stolz erlegt. Leider macht es sich nicht so schön als Wohnzimmerdeko.
Reinigungsfachkraft Luca in action.
Die Küche muss wieder besonders blitzeblank werden,
immerhin wird hier unser Essen zubereitet.

Direkt zu Beginn des Februars hat Freddie uns dann direkt den Gegenbesuch in Mwanza abgestattet. Sie ist ebenfalls Freiwillige, aus Dar es Salaam, und begleitete uns ein 5 Tage lang auf Schritt und Tritt. In dieser Zeit habe ich sie echt lieb gewonnen und bin mehr als traurig darüber, dass sie ihren Dienst schon beendet hat und wieder zurück in Deutschland ist und ich sie zumindest in Tansania nicht nochmals sehen werde.
Mit uns auf Arbeit. Freddie und Steven.
Sylvia im Hintergrund, vorne Rehema und Freddie.
Gemeinsam sind wir auf einen Charity Ball eingeladen worden, auf dem zu Gunsten verschiedenster NGOs von Mwanza Geld gesammelt wurde und auf der sich die High Society zu versammeln schien. Keine Ahnung, wie wir es schon wieder geschafft haben dort zu landen, aber wir hatten einen super Abend mit Tanz und gutem Essen und Paul hat sogar einen Reiskocher bei einer der Lostombolas gewonnen.
Die Gewinnliste. Wahnsinn!
Die Isamilo Lodge, ein Hotel mit Seeblick, romantisch dekoriert und
bis auf dem letzten Platz gefüllt mit Spendern.
Schönste Tamango.
Paul und sein Gewinn.
Freddie und ich - eine Pause beim Tanzen.
Außerdem sind wir natürlich weiterhin fleißig zur Sprachschule gegangen und hatten sogar ein kleines Specialevent bei unserer Rückkehr: Wir feierten den Geburtstag von Charles "Sir" Mwombeki, dem Sprachschuldirektor, von uns liebevoll Vati genannt, nach und schenktem ihm einen dicken, fetten Schokokuchen und feierten ausgiebig in seinem Büro. Ich glaube, ich habe noch nie ein so kindlichfreudiges Lächeln auf dem Gesicht eines Erwachsenen gesehen wie bei ihm als er die Tortenschachtel geöffnet hat.
Das Geburtstagskind bei dem Versuch die Torte zu teilen,
andererseits nichts zu zerstören. Ein unmögliches Unterfangen.
Außerdem luden Eddie und Sebo Tamara und mich ein, bei einem Fußballspiel im Kirumbastadion mit dabei zu sein. Denn diesmal gab es ein wahres Derby: die beiden Vereien von Mwanza spielten gegeneinander. Schon aus Prinzip war Tamara dann für Toto Africa und ich für Pamba, denn eigentlich haben wir beide keine Ahnung von Fußball und so verbrachten wir die meiste Zeit des Spiels damit einfach anzufeuern ohne zu wissen, ob dafür jetzt der richtige Zeitpunkt war oder nicht.
Das Spielfeld. Grün ist Toto Africa, weiß ist Pamba.
Untergehende Sonne beleuchtet den Rohbau des Riiieseneinkaufszentrum, dass eigentlich
schon dieses Jahr fertig gestellt werden soll. Dennoch glauben alle Mwanzer, mit denen wir so
sprechen, dass es eher 2016 etwas wird.
Und natürlich haben wir auch unter der Woche abends etwas zu tun: Zu Weihnachten kamen ja so einige Pakete an und das bedeutet vorallem eins für uns: Spieleabende!
Ihr seht, dafür dass der Monat Februar nur 28 Tage hat, also genau genommen viel zu kurz ist, haben wir doch einiges geschafft und getan und es ist einiges passiert.
Ich hoffe, dass das Update zwischen den Urlaubsberichten euch ein bisschen hilft zu sehen, wo ich gerade so stehe und was ich so hier mache.

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PS: Anfang Februar kam es erst zu Lenas Auszug aus unserer WG und dann Anfang März zu ihrer Rückreise nach Deutschland. Letzten Dienstag hat sie das Land verlassen.
Wie es dazu kam ist nicht so schnell erzählt und vorallem würde ich hier nur meine Sichtweise darstellen, was der Gesamtsituation nicht gerecht werden würde und deshalb hier nur die Minimalinformation.
Ich kann mich nur Nils Formulierung anschließen: Im Endeffekt ist das Ganze wahrscheinlich besser so, aber die Umstände, die so kurzfristig dazu geführt haben, sowie die Informationspolitik unserer Entsendeorganisation waren wirklich ein Unding.